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Klausurwoche Bioökonomie

BT57

Hauptgebäude Uni Bonn

FZ-Jülich

Bioökonomie

Snake

Portable

Sida Wurzel

Versuchsfeld

Bioökonomie ist eine neue Form des Wirtschaftens, mit der biologische Ressourcen effizienter und nachhaltiger genutzt werden sollen. Dies fordert nicht nur Unternehmen heraus, neue hybride Arbeitsweisen und Verwertungsformen zu entwickeln, sondern verlangt auch, dass die Forschung in Technik, Biowissenschaften und Ökonomie interdisziplinär stärker miteinander vernetzt wird. Im Rahmen des bioökonomischen Forschungsfeldes und seiner Anwendungsbereiche werden wichtige ethische und rechtliche Fragen aufgeworfen, die speziell Themen wie Nachhaltigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Umweltverantwortung und Klimaschutz betreffen.

Insbesondere ist zu fragen: Wie kann eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie und Rohstoffen für die wachsende globale Gesellschaft dauerhaft sichergestellt werden? Welche Formen eines effizienteren und schonenderen Umgangs mit Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen sollen hierfür entwickelt werden? Inwiefern können neue biologische Energieträger, Kunststoffe und Pharmazeutika oder stressresistentere und produktivere Nutztiere sowie ertragreichere und widerstandsfähigere Nutzpflanzen zu einer Weise des Wirtschaftens beitragen, die sich umwelt-, gesundheits- und sozialverträglicher verhält als die gewohnte?

Im Rahmen der vom 23.–27. September 2019 stattfindenden Klausurwoche sollen ethische, rechtliche und soziale Aspekte der Verfahren und Ziele der Bioökonomie ebenso diskutiert werden, wie ihre ökologischen und wirtschaftlichen Dimensionen. Für praktische Einblicke sind Exkursionen (u. a. zum FZJ) geplant. Es wird zudem ein Ländervergleich mit den Niederlanden angestrebt, da sowohl mit Blick auf die ökonomische Ausrichtung beider Länder als auch hinsichtlich ihrer normativen Debatten unterschiedliche Schwerpunktsetzungen bestehen.

Die Klausurwoche bietet Nachwuchswissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Disziplinen die Gelegenheit, eigene Arbeiten und Forschungsvorhaben in den folgenden bioökonomischen Themenbereichen zu präsentieren und intensiv zu diskutieren:

  • Philosophie und Ethik
  • Landwirtschaft und Ernährung
  • Natur und Umwelt
  • Energie und Rohstoffe
  • Marktmechanismen und Technologietransfer
  • Recht und Regulierung

Ergänzt werden die Beiträge der Teilnehmer/innen durch Fachvorträge von ausgewiesenen Expertinnen und Experten. Alle Beiträge zur Klausurwoche werden in einem Tagungsband publiziert, der auch gemeinsam entwickelte Handlungsempfehlungen enthalten soll.

Interessierte Nachwuchswissenschaftler/innen sind eingeladen, sich mit einem Abstract (400–600 Wörter) und einem kurzen akademischen Lebenslauf bis zum 01.05.2019 unter [Email protection active, please enable JavaScript.] zu bewerben. Die Konferenzsprache ist deutsch; Abstracts und Vorträge werden aber auch in englischer Sprache entgegengenommen.

Die Anzahl der Plätze ist auf 15 Teilnehmer/innen begrenzt. Die Reisekosten werden übernommen und für Unterkunft und Verpflegung (Vollpension) ist gesorgt. Zusätzlich ist eine Aufwandsentschädigung von 300 € pro Teilnehmer/in nach Einreichung des druckfertigen Beitrags vorgesehen.

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